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Beschreibung des Wanderweges
Neben vielen anderen Besonderheiten
ist die Fränkische Schweiz für ihre zahlreichen Höhlen berühmt.
An die tausend dürften es wohl sein, etliche sind bis zum heutigen Tag
undeckt geblieben.
Wir haben uns für eine etwa fünf Kilometer lange Höhlenwanderung rund
um Muggendorf entschieden. Ausgangspunkt ist der Marktbrunnen in Muggendorf.
Der Weg führt vorbei an der Laurentius-Kirche, deren Inneres typisch oberfränkische
Emporenmalereien schmücken, den Dooser Berg hinauf.
An das Steigen sollten sich die Wanderer gleich gewöhnen, denn nicht umsonst
hatten Dorf und Umgebung früher den Spitznamen "Muggendorfer Gebirg".
In der Linkskurve der Straße biegen wir rechts in einen Waldweg Richtung
"Felssteig" (Markierung: braunes Kreuz) ein. Über Wurzeln und kleine Steinstufen
erreicht man den ersten Aussichts- punkt: In 500 Metern Höhe gibt es von
einem Felsen aus einen wundervollen Blick über das gesamte Wiesenttal.
Ab der nächsten Weggabelung orientieren wir uns am roten Senkrechtbalken
auf weißem Grund.
Die Markierung führt direkt zur ersten Höhle, der "Oswaldhöhle".
Über dem Eingangsportal erinnert eine Gedenktafel an die ersten Höhlenforscher
in der Fränkischen Schweiz- Esper, Goldfuß und Rosenmüller.
Es sind auch noch Reste einer Schutzmauer aus der Zeit des Dreißigjährigen
Kriegs zu erkennen. Als damals,
im Jahr 1632, Muggendorf niedergebrannt wurde, haben sich die Bewohner
mit Vieh, Kind und Kegel für mehrere Jahre in der Oswaldhöhle verschanzt.
In der 63 Meter langen Höhle sind nur noch wenige Tropfsteine- vor allem
in den Seitenarmen- zu finden, dafür wird der Eingangsbereich in kalten
Winterwochen von phantastischen Eiszapfen verziert. Am Südausgang der
Höhle verblüfft ein gewaltiger Efeubaum, der sich an die Wände des Felsens
schmiegt.
Etwa zwanzig Meter weiter befindet sich die "Wundershöhle", benannt
nach ihrem Entdecker. 1772 hat der Höhleninspektor Johann Georg Wunder
an dieser Stelle einen rostigen Schlüssel gefunden.Das Omen hat sich bewahrheitet,
Ausgrabungen förderten eine neue Höhle zutage. In der kleinen Vorhalle
stößt man links auf ein enges Eingangsloch. Es mündet in einen vier Meter
tiefer gelegenen, rechteckigen Höhlenraum, an den sich wiederum ein langgezogener
Raum anschließt, dessen Wände und Decken noch zahlreiche Kolke und Spalten
aufweisen. Die Begehung dieser Höhlenräume ist jedoch beschwerlich und
deshalb nur mit einem erfahrenen Führer zu empfehlen. Wir werden nur das
Eingangsloch bewundern.
Über den "Romantischen Weg" der sich vorbei an skurrilen, moosbewachsenen
Felsen durch den Buchenwald schlängelt, gelangt man zur "Doktorshöhle".
(Wenn man sie findet!!!??) Es heißt, daß die Romantik hier ihren Ursprung
gehabt haben soll. Die Doktorshöhle ist nur 35 Meter lang, eine mächtige
Sinterdecke ziert ihr Inneres und es sind noch Reste schöner Tropfsteine-
etwa ein gewaltiger "Barbarossa-Bart"- vorhanden. Auf dem Weg zur nöchsten
Höhle machen wir einige bemerkenswerte Entdeckungen: Im Wald treffen wir
auf eine Blindschleiche, die sich in der Sonne aalt, (wenn sie scheint)
am Rand einer Wiese flattert ein nur noch selten zu sehender "Schwalbenschwanz"
an uns vorbei, der Duft zahlreicher Blumen und Heilpflanzen- Beifuß, Thymian
und Hollunder- betört die Sinne.(im Okt. wahrscheinlich nicht mehr).
Unser Weg führt uns dann weiter über das Hohe Kreuz 522m hangseitig entlang
der Wiesent.
Die schönste Höhle, erreichen wir nach einem atemraubenden Aufstieg, die
"Rosenmüllershöhle".
Tatsächlich,es ist ein phantastisches Erlebnis. Ursprünglich gelangte
man von oben mit einem Seil in das Innere, erst 1830 wurde der jetzige,
künstliche Eingang gegraben. Dort und in den Felsnischen findet der Besucher
zahlreiche Kerzen, die es anzuzünden lohnt. Denn hat man über eine Treppe-
Vorsicht: glitschig! - den oberen Teil der Höhle erklommen, dann bietet
sich im Kerzenschein ein Anblick, der einem Märchen entstammen könnte.
An der Decke und in den Seitenarmen sind beim Betrachten der organisch
geformten Tropfsteine der Phantasie keine Grenzen gesetzt.
Nach diesem eindrucksvollen Abschluß steigen wir seelig die schattige
Lindenalle nach Muggendorf hinab.
Gegen geschwollene Laufwerkzeuge wirkt ein kühles Fußbad in der Wiesent
Wunde
Empfehlenswert für die Wanderung sind gute Laune gutes
Schuhwerk kleine Marschverpflegung im Rucksack Taschenlampe
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